Auf Wiedersehen in Norwegen – Diesen Schriftzug konnte man kürzlich auf einigen Transparenten der hier in Deutschland protestierenden Ärzte lesen. In Norwegen herrscht Pflegenotstand. Besonders außerhalb der großen Städte wird medizinisches Fachpersonal dringend gesucht. Neben Fachärzten, Krankenschwestern und Zahnärzten haben auch Ärzte im Praktikum gute Chancen in Norwegen.
Das Auswandern nach Norwegen lockt vor allen Dingen solche Menschen, die sich vorstellen können, auch abseits geschwätziger Menschenansammlungen glücklich zu werden. Nach Island hat Norwegen die zweitgeringste Bevölkerungsdichte Europas. Fast alle Norweger besitzen neben ihrem Domizil in der Stadt auch noch eine einsame Hütte irgendwo in den Bergen oder am Wasser. Wandern, Angeln, Bootfahren – Skifahren im Winter, vor allem Langlauf, sind beliebte Freizeitaktivitäten. An die Lichtverhältnisse muss man sich gewöhnen; laue Mittsommernächte werfen ihre Schatten im Winter, wenn es an manchen Tagen so gar nicht hell werden will. Seit dem absoluten Alkoholverbot von 1921 hat sich einiges verändert. Heute kann man fast überall im Land auf legalem Weg in staatlich kontrollierten Läden alkoholische Gertränke erwerben. Mittlerweile gibt es auch immer mehr der so genannten Vinmonopolet-Läden übers Land verteilt, in denen man frei durch die Regale streifen darf und nicht mehr wie früher seine „Ration“ am Schalter abholen muss. Grundsätzlich bleibt der Genuss von Alkohol aber immer noch eine teure Sache in Norwegen. Eigen ist auch der Geschmack des Ziegenkäses; leicht süßlich, wie Karamell. Anfangs wohl gewöhnungsbedürftig, will man ihn später gar nicht mehr missen. Für Familien herrschen in Norwegen gute Bedingungen. Anders als in Deutschland gibt es flächendeckend ausreichend Betreuungsangebote. Jede Familie hat in Norwegen durchschnittlich zwei Kinder bei gleichzeitiger Berufstätigkeit beider Eltern. Es gibt zwei offizielle Formen der norwegischen Landessprache. In den Schulen entscheiden die Eltern, welche Form als erste und welche als zweite gelehrt werden soll.
Verglichen mit anderen skandinavischen Sprachen, also z.B. Dänisch, ist norwegisch für Deutsche gar nicht so schwierig zu erlernen. Es besteht eine enge Verwandtschaft mit dem Deutschen und auch mit der englischen Sprache. Um längerfristig im Lande Fuß fassen zu können, sollte man natürlich ausreichend alltagstaugliche Sprachkenntnisse erwerben.
Wer sich zum Auswandern entscheidet, kann in einem der vielen Foren online hilfe suchen. Oft ist eine Auswandern Checkliste auch hilfreich.
