Weitgestreckte Weinfelder umsäumen Novigrad. Novigrad ist kleiner als das benachbarte Umag, unterscheidet sich aber auch sonst in vielerlei Hinsicht. Die gut erhaltene Stadtmauer am Ufer und die restaurierten Altstadtbauten stechen hervor. Novigrad zählt zu einer der schönsten Städte der istrischen Westküste. Erst im 18 Jahrhundert wurde sie mit dem Festland verbunden. Die Zahl der Einwohner der Gemeinde liegt bei etwa 4.000, wobei 2.629 in der Novigrad selber wohnen. Die Geschichte der Stadt reicht bis in die Antike zurück. Früher eine Seefahrer- und Fischerstadt, hat sich der Ort heute vor allem auf den Tourismus konzentriert. Besonders der große Jachthafen sorgt für regen Betrieb. Mittlerweile gibt es aber auch eine Fertigungsstätte für Solarmodule.
Die mittelalterliche Altstadt ist mit ihren Befestigungsanlagen gut erhalten; ein Teil der antiken Stadt ist im Meer versunken, aber bei ruhiger See noch heute zu erkennen Besonders die Altstadt Novigrads ist besonders sehenswert. Das Ortszentrum wird durch die Velica Ulica und deren Ende dem Veliki Trg gebildet. Auch die Stadtmauer mit ihrer gotischen Loggia und den Wehrtürmen sollte man gesehen haben. Die Loggia, die einzige in Istrien unmittelbar am Meer gelegen stammt vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Die Basilika Pelagia, erbaut im 6 oder 7 Jahrhundert und im 18. Jahrhundert. teilweise barockisierte Basilika beherbergt den barocken Hauptaltar, unter dem eine romanische Krypta verborgen ist. In dieser Krypta liegt ein Sarkophag aus dem 12. Jh. und einige römische Steindenkmäler. Die Seitenaltäre aus Marmor sind aus dem Jahre 1790. Hinter der Basilika liegt der Park Novigradske Biskupije (Paklenica), der sich als Ausgangspunkt für einen Rundgang auf der befestigten Promenade anbietet. Die Kirche der heiligen Agathe, vermutlich aus dem 10 Jahrhundert befindet sich Richtung Stadtausgang auf dem Friedhof.
