Languedoc-Roussillon ist eine südfranzösische Region, die im Süden an Spanien und Andorra, im Westen und Osten an die französischen Regionen Provence und Dordogne grenzt. Sie besitzt einen langen Küstenabschnitt der Cote d´Azur und besteht aus den 5 französischen Provinzen Aude, Herault, Gard, Lozere und Pyrenees-Orientales. Languedoc-Roussillon umfasst mit seinen knapp 2.5 Millionen Einwohnern ein Gebiet von 27.400 qkm² Größe. Damit gehört es zu einem der am dünnsten besiedelten Regionen Frankreichs. Die wichtigsten Städte der Region sind Montepellier (mit 244.000 Einwohnern die größte und wichtigste Stadt der Region, gleichzeitig auch Verwaltungssitz des Departements Herault) sowie (nach absteigender Größe geordnet) die Städte Nimes, Perpignan, Beziers, Narbonne und Carcassonne. Geographisch ist das Gebiet vor allem durch Gebirge und Hügellandschaften geprägt, während die Küstenregionen flach sind. In der gesamten Region herrscht mediterranes Klima, mit langer Sonnenscheindauer, heißen Sommern und milden Wintern. Durch die angrenzenden Pyrenäen kann es jedoch öfter zu Niederschlägen kommen. Gesprochen wird in der gesamten Region Französisch, auch wenn die Regionalsprachen (im Süden Katalanisch, im Norden Okzitanisch) einen besonderen Stellenwert haben. Besiedelt wurde die Region nachweislich erstmals um ca. 7000-6500 v. Chr. (in dem Gebiet wurde auch “der älteste Europäer” gefunden). Die Geschichte der Region wurde vor allem durch die religiöse Strömung der Katharer geprägt. Die Katharer, die in weiten Gebieten der heutigen Region Languedoc verbreitet waren, wurden im 13. Jahrhundert von der katholischen Kirche und den verbündeten französischen Königen erbarmungslos verfolgt. Im Hochmittelalter (11.-13. Jahrhundert) wurde die bis dahin unabhängige Region vom französischen König unterworfen und Frankreich eingegliedert.

Von 1208 bis 1240 wurden zahlreiche Kreuzzüge gegen die Katharer geführt, die nach den Massakern von Minerve und Beziers (bei denen die gesamte Einwohnerzahl der Städte getötet wurde) und letztendlich der Belagerung des Montsegur-Chatéaus mit einer vollständigen Vernichtung endeten. Die beiden Provinzen wurden erst 1789 vereinigt: Bis dahin gehörte Pyrenees-Orientales zur Region Roussillion, die übrigen Departements zur Region Languedoc. Einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche der Region ist der Weinanbau: Auf 296.120 Hektar der Region wird Wein angebaut (40% der Gesamtfläche), was der dreifachen Anbaufläche der Region Bordeaux entspricht. Zu verdanken ist dies vor allem den für den Weinanbau hervorragend geeigneten Böden und dem mediterranen klimatischen Bedingungen. Während des 20. Jahrhunderts kam jeder zehnte weltweit getrunkene Wein aus dieser Region, was den hohen Stellenwert der Weinproduktion für die Region darstellt. Auch wenn die Region damit größtenteils landwirtschaftlich geprägt ist, entwickelt sich seit den 60er Jahren, aufgrund der zahlreichen Mittelmeerstrände an dem größten Anteil an der französischen Cote-d´Azur der Tourismus als weiteres wichtiges Standbein.



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admin
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Dienstag, April 1st, 2008 at 01:01
Category:
Frankreich
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