Vor 1800, während der Koalitionskriege standen am Platz der heutigen Königsallee Düsseldorf Festungsbauten.
Mit Inkrafttreten des Friedens von Lunèville 1801, wurden diese Bauten niedergemacht. In den 3 Jahren danach schufen die damaligen Wasser-, Garten-, und Hofbaumeister einen Stadtgraben. Fünf Meter tief und dreißig Meter breit legte man den Graben auf eine Länge von einem Kilometer an. Zur Anlage gehört auch der Neptunbrunnen, der den Graben mit Wasser speist, der wiederum sein Wasser aus der Düssel zieht. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich die Anlage am östlichen Stadtrand. In den nächsten Jahrzehnten entstanden hier Brücken, Zollhäuser und am südlichen Ende eine Eisenbahnstation. An der Allee, die mit Ihren Bäumen, dem Brunnen und Vögeln zum spazieren gehen einlud, sofern nicht man zum Bahnhof hastete, entstanden schnell Hotels und erste Einkaufsmöglichkeiten. Das Leben pulsierte und die Königsallee wurde ein wichtiger wirtschaftlicher Standort. Den Namen bekam die Alle allerdings erst 1848, nach einem Attentat auf König Friedrich Wilhelm IV. Diesen bewarf man Pferdeäpfeln und der königlichen Familie gegenüber sein Bedauern auszudrücken und als Wiedergutmachung benannte man die Allee in Königsallee um. Zuvor wurde sie mehrfach umbenannt, der Königsallee blieb bis heute. Dass die Königsallee Düsseldorf Einkaufszentrum würde, zeichnete sich damals schon ab. Zusätzlich ist die Königsallee heute Dreh- und Angelpunkt vieler Szene-Veranstaltungen. Literaturveranstaltungen, Open-Air-Kino, Fasching, die Allee bietet viel Hintergrund. Die Hotels, die sich hier heute befinden sind großteils mit fünf Sternen ausgezeichnet und der m²-Preis entlang der Allee liegt stellenweise um 14.000 €.
